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Alchemie Symbole und Zeichen

Homunkulus Dämon Faust
Bild: Goethes Faust, Wagner brütet den Homunkulus im Glaskolben aus. Häufig erscheint der Homunkulus als dämonischer Helfer magischer Praktiken...

Die Alchemie (mittellat. alchemia, abgeleitet wahrscheinlich von griechisch chemeia, die Lehre vom Feuchten, auch Alchymie oder Alchimie) ist ein alter Teil der Naturphilosophie. Die Anfänge der Alchemie finden sich in Ägypten.

Die Alchemie wurde im 17. und 18. Jahrhundert allmählich durch der modernen Chemie und Pharmakologie ersetzt. Ein Ziel der Alchemisten war die Transmutation von unedlen Metallen zu Gold und Silber. Häufig ist man der Meinung, die Herstellung von Gold sowie anderen Edelmetallen wäre das einzige Ziel der Alchemisten. Einige Adepten der großen Alchemisten sehen diese Transmutationen aber mehr als ein Nebenprodukt einer inneren Wandlung. Im Abendland befassten sich auch große Gelehrte mit der Alchemie wie Albertus Magnus.

Stein der Weisen: Unter dem "Stein der Weisen" verstanden die Alchemisten eine spezielle Tinktur, der die Umwandlung eines unedlen Metalls zu Gold oder Silber möglich machen sollte.

Alchemisten hatten gegenüber Außenstehenden (Uneingeweihten) ein strenges Schweigegebot bezüglich ihrer Kenntnisse und Forschungen. Sie bedienten sich einer verschlüsselten Fachsprache mit Symbolen und Zeichen, die für die Uneingeweihten unverständlich war. Viele Geheimnisse wurden nur mündlich den vertrauenswürdigsten Adepten anvertraut.

Symbole und Zeichen der Alchemie
Bild: Tabelle der alchemistischen Symbole (Basil Valentine, 1670). Basilius Valentinus (vielfach wird angenommen, er sei mit dem Alchemisten Johann Thölde identisch) ist der Autor verschiedener alchemistischer Schriften (17. Jahrhundert).

Im Mittelalter entwickelten die Alchemisten, die sich insbesondere mit der Herstellung von Gold befassten, eine Art Geheimsprache und Geheimschrift, die nur sie selbst entschlüsseln konnten. Für die Protokolle von Versuchsergebnisse gebrauchten sie Symbole für Reinstoffe, um dafür Notizen zu schreiben. Jeder Alchemist entwickelte seine eigenen Formeln, es gab nur einige Symbole, welche eine allgemeine Gültigkeit hatten. In den Büchern der Alchemisten findet man meist die entsprechende Erklärung der Symbole.

Die dunkel und verwirrend anmutenden Zeichen und Symbole dienten nicht nur dem Ideenschutz, sondern sind weitgehend auch mit den gebrauchten Formeln und Symbolen der Wissenschaft zu vergleichen. Natürlich sollte durch die Verschleierung auch vermieden werden, dass Unwürdige in den Besitz der Geheimnisse gelangen konnten.

Da die Symbole bewusst verhüllt wurden, wurden sie jedoch auch oftmals missverstanden.

Alchemisten beschäftigten sich zudem auch mit der Herstellung lebender Kunstwesen (Homunculus, Basilisk). Andeutungen an diese okkulten Experimente finden sich in Goethes Faust I und Faust II.

Die Faszination der Alchemie war auch im 20. Jahrhundert noch nicht erloschen, es wurden auf traditioneller Grundlage auch in neuerer Zeit noch Experimente durchgeführt.

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