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   Ouroboros: Bedeutung alchemistische Schlange

Bedeutung der Ouroboros Schlange in der Alchemie
Bild: Man sieht einen "Ouroboros": Der Drache Ouroboros aus dem alchemistischen Werk „De Lapide Philosophico“, 1625. Bedeutung des Symbols Ouroboros-Schlange (oder Drache) in der Alchemie: In der Alchemie ist der Ouroboros das Symbol eines in sich geschlossenen und wiederholt ablaufenden Wandlungsprozesses der Materie.

Ouroboros (oder Uroboros) stammt sich dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Selbstverzehrer“,  „Schwanzverzehrer“. Ouroboros leitet sich vom griechischen Wort "Ourá" = Schwanz" und "Bóros": fressend, verzehrend ab. Der Ouroboros ist die alchemistische Schlange. Die schwanzverschlingende Schlange ist eines der ältesten Bildsymbole der Alchemie.

Den Ouroboros findet man in der antiken Mythologie und Philosophie. Er erscheint auch mehrfach in den ägyptischen Zauberpapyri. Es handelt sich um eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt und dadurch einen geschlossenen Kreis bildet.

In der Alchemie ist der Ouroboros das Symbol eines in sich geschlossenen und wiederholt ablaufenden Wandlungsprozesses der Materie. Die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beisst, hat keinen Anfang und kein Ende, sie verschlingt und erneuert sich selbst. Leben und Tod sind ein unendlicher kreisförmiger Prozess, aus dem einen entsteht das andere.

Die Ouroboros-Schlange (oder der Ouroboros-Drache) ist daher das Symbol der Unendlichkeit, der Ewigkeit. Die griechische Weisheit, das "Alles im Einen", steht oftmals bei solchen Darstellungen dazu geschrieben. Die Alchemisten benutzten das uralte Symbol des Ouroboros, um diesen Punkt zu betonen.

Schlange die sich selbst frisst ist ein Symbol der Unendlichkeit
Die alchemistische Schlange: Dieses Beispiel einer Ouroboros-Schlange wurde von Theodoros Pelecanos im Jahre 1478 erstellt, es wurde in dem alchemistischen Traktat „Synosius“ gedruckt. Die Schlange, die sich selbst frisst, ist ein Symbol der Unendlichkeit. Die Ouroboros Schlange ist eines der ältesten Symbole der Alchemie.

Alchemisten hatten gegenüber Außenstehenden (Uneingeweihten) ein strenges Schweigegebot bezüglich ihrer Kenntnisse und Forschungen. Sie bedienten sich einer verschlüsselten Fachsprache mit Symbolen und Zeichen, die für die Uneingeweihten unverständlich war (*klick hier* zu einem Artikel mit einer Tabelle alchemistscher Symbole). Viele Geheimnisse wurden nur mündlich den vertrauenswürdigsten Adepten anvertraut.

Alchemisten beschäftigten sich zudem auch in okkulten Experimenten mit der Erzeugung lebender Kunstwesen (Homunculus, Basilisk). Andeutungen an diese okkulten Experimente finden sich in Goethes Faust I und Faust II (Wagner brütet den Homunkulus im Glaskolben aus). Häufig erscheint der Homunkulus als dämonischer Helfer magischer Praktiken...

Die Begeisterung der Menschen für die Alchemie war auch im 20. Jahrhundert noch nicht erloschen, es wurden auf traditioneller Grundlage auch in neuerer Zeit noch Experimente ausgeführt.

Über Okkultismus lies *klick hier* weiter...

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