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   Spiegelmagie: "Gespräche mit dem Teufel"

Der Spiegel als Hilfsmittel für magische Praktiken aller Art

Geister Erscheinung
Abbildung: "Erscheinungen" "Dictionnaire Infernal", Collin de Plancy (1863).

Die Spiegelmagie ist eines der rätselhaftesten, dunkelsten, geheimnisvollsten und gleichzeitig eines der noch am wenigsten erforschten Gebiete der Magie. Bestimmte Praktiken der Spiegelmagie sind ein wenig zu vergleichen mit der Pendelmagie, denn sie zeigt schon einem Anfänger zu Beginn unerklärliche Resultate und Auswirkungen, sofern dieser auch nur im Mindesten die notwendigen Voraussetzungen für das Gebiet der Spiegelmagie mitbringt.

Spiegelmagie ist jedoch weitaus gefährlicher, da sie der Experimentator auch unabsichtlich schnell die verschiedensten Wesen anlocken und herbeiziehen kann. Daher ist es notwendig, über bestimmte Sicherheitsvorkehrungen genauestens informiert zu sein, bevor man damit Experimente betreibt.

Der Spiegel dient als Hilfsmittel für magische Operationen aller Art. Es gibt viele verschiedene Arten von Zauberspiegeln: theurgische, hexerische, narkotische, magnetische, galvanische, kabbalistische Spiegel und viele mehr...

Für "Gespräche mit dem Teufel" gibt ein altes Zauberbuch die Anleitung, eine mit Wasser gefüllte Flasche zu verwenden. Die präparierte Flasche muss zwischen zwei brennende Kerzen gestellt werden und anschließend so lange starr angeschaut werden, bis darin ein Geist erscheint. Wer im 17. Jahrhundert auf diese Art und Weise "Gespräche mit dem Teufel oder Gemeinschaft" hatte, wurde mit dem Schwert bestraft, wer bei einem Spiegelseher Rat holte, musste mit Gefängnis oder schwerer Geldstrafe rechnen.

Man kann zum Beispiel mit Hilfe von Spiegeln, aber auch mit Hilfe von blanken Oberflächen wie Metall oder zum Beispiel Wasser, Hexenzauber oder verschiedene Krankheiten abwehren.

Der magische Spiegel
Abbildung: Der Blick in den magischen Spiegel, "Dictionnaire Infernal", Collin de Plancy (1863).

Wer sich nachts, nach elf Uhr, nach bestimmten Vorbereitungen  im Spiegel betrachtet, kann neben sich den Teufel erscheinen sehen oder eine andere Fratze erblicken, hässlich werden oder eine Krankheit bekommen (siehe Abbildung links, "Dictionnaire Infernal", Collin de Plancy, 1863). Der Zustand eines Kranken kann sich verschlimmern, wenn dieser in einen Spiegel blickt, deshalb verhängt man besser alle Spiegel in der Umgebung. Dreht man jedoch den Spiegel um, kann man mit Hilfe des Spiegels und bestimmten magischen Vorbereitungen dagegen die Krankheit heilen.

Wenn jemand gestorben ist, verhängte man früher bis nach dem Begräbnis alle Spiegel im Haus, um weitere Todesfälle zu vermeiden.

Blickt man in einen Zauberspiegel aus aus klarem Kristall, kann man die Zukunft vorhersagen.

Der Ermittlung der Zukunft dient auch die Totenbeschwörung (siehe entsprechender Artikel auf dieser Website). Zur Totenbeschwörung mit Hilfe eines Spiegels verwendet man häufig auch eine flache, mit schwarzer Tinte gefüllte Schale, auf jeden Fall einen dunklen Spiegel. Die Herstellung eines solchen Gerätes, was zu diesem Zweck auch passend und dienlich ist, ist langwierig und kompliziert.

Einer Überlieferung zufolge hat der über reichlich magisches Wissen verfügende Abt Johannes Thrithemius im Jahr 1482 für den damaligen Kaiser Maximilian I. dessen verstorbene Frau nochmal aus dem Totenreich zurückgeholt. Diese nekromantischen Experimente (Experimente der Totenbeschwörung) soll Thrithemius mit dem Gebrauch von magischen Spiegeln durchgeführt haben. Auch im Volksbuch vom Doktor Faust (Dr. Fausts Höllenzwang usw. siehe entsprechender Artikel auf dieser Website) hat der Magier für Karl V. dessen verstorbene Frau herbeizitiert. Johannes Thrithemius war einer der vielen Magier, die vom Wirken von Dämonen in den Spiegeln überzeugt waren und derartige Experimente im Rahmen von Geister- und Dämonenbeschwörungen praktizierten.

Auch John Dee (1527-1608), der berühmte englische Astrologe und Mathematiker, befasste sich mit Nekromantie (Totenbeschwörung) und Geisterbeschwörung. 1584 führte John Dee in Prag Kaiser Rudolf II. seinen Zauberspiegel und alchemistische Experimente vor (siehe entsprechender Artikel über John Dee´s Experimente auf diese Website).

Für die Vorhersage der Zukunft verwendet man am besten einen konkav gewölbten Spiegel. Sehr wirkungsvoll ist es bei der Spiegelschau, Mondlicht auf den Spiegel fallen zu lassen. Der Lichtfleck sollte sich genau in der Mitte des Spiegels befinden. Man muss darauf achten, dass keine andere Person während der Unternehmung in den Spiegel schaut, auch nicht der Ratsuchende, falls man die Zukunftsschau für eine andere Person durchführt. Es sollten sich auch keine Gegenstände aus dem Zimmer widerspiegeln.

Bei einem konkav gewölbten Spiegel besteht unter anderem leicht die Gefahr, die Kontrolle zu verlieren. Viele erleben das Phänomen, dass der Spiegel anfängt, sich zu drehen. Bei einem konkav gewölbten Spiegel führt die Drehbewegung spiralförmig nach unten, dies fühlt sich wie ein Sog an, von dem man in den Spiegel hineingezogen wird. Man kann dem ein wenig entgegenwirken, indem man den Spiegel nicht flach hinlegt, sondern aufrichtet.

Ein Spiegel, der für magische Zwecke gebraucht wird, sollte, wenn er nicht benutzt wird, stets zudeckt aufbewahrt werden.

An dieser Stelle kann aus Raum und Zeitmangel nicht weiter auf den magischen Gebrauch eines Spiegels eingegangen werden, ausführliche Informationen und Anleitungen zur Spiegelmagie und zu den verschiedenen Einsatzzwecken des magischen Spiegels sowie unbedingt zu beachtende Vorkehrungen finden sich in allen Satanshimmel-Magiebüchern (siehe entsprechender Artikel auf dieser Website).

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