Freitag der 13. gilt bis heute als Inbegriff des Unglücks. Schwarze Katzen, zerbrochene Spiegel, düstere Vorahnungen – und irgendwo im Hintergrund lauern angeblich Hexen. In der populären Vorstellung scheinen diese Motive seit jeher zusammenzugehören. Historisch betrachtet stammen sie jedoch aus ganz unterschiedlichen Traditionen. Erst über Jahrhunderte hinweg vermischten sich religiöse Deutungen, Volksglaube und Mythen zu dem kulturellen Cocktail, der heute als „Freitag der 13.“ bekannt ist. Wie genau diese Verbindung entstand, lässt sich in mehreren Entwicklungslinien nachzeichnen.
Die Unglückszahl 13 und der Hexensabbat

In der christlich geprägten Zahlenmystik galt die Zwölf lange als Symbol für Vollständigkeit und göttliche Ordnung: zwölf Apostel, zwölf Stämme Israels, zwölf Monate im Jahr. Alles, was darüber hinausging, wirkte verdächtig – die Dreizehn erschien als Störung dieses perfekten Systems. Im Volksglauben wurde sie deshalb mit Chaos, Verrat und dämonischen Kräften in Verbindung gebracht und erhielt Beinamen wie „Dutzend des Teufels“.
Während der frühen Neuzeit, zur Zeit der Hexenverfolgungen, war man überzeugt, dass Hexen sich regelmäßig zu nächtlichen Versammlungen trafen, die als Hexensabbate bekannt wurden. Diese Zusammenkünfte fanden in festgelegten Gruppen statt, meist aus genau dreizehn Teilnehmern bestehend: zwölf Hexen und der Teufel als dreizehnter Gast. Dort vollzogen sie dunkle Rituale, erneuerten Bündnisse und tauschten geheimes Wissen aus. Diese Vorstellung prägte die Fantasie der Menschen nachhaltig und machte die Zahl 13 endgültig zu einem Symbol für verbotene Magie und unheilvolle Mächte.
Der Freitag als „Tag der Sünde“

Auch der Freitag brachte bereits vor seiner Kombination mit der Dreizehn einiges an schlechtem Ruf mit. In der christlichen Überlieferung gilt er als Tag der Kreuzigung Jesu, was ihn symbolisch mit Leid und Tod verband. Zusätzlich kursierten Legenden, nach denen zentrale Ereignisse der Menschheitsgeschichte – wie der Sündenfall – ebenfalls an einem Freitag stattgefunden hätten.
Im mittelalterlichen Alltag bekam der Wochentag noch eine weitere düstere Note: Öffentliche Hinrichtungen wurden häufig freitags angesetzt, weshalb er mancherorts sogar als „Galgentag“ bekannt war. Solche Praktiken verankerten das Gefühl, dass dieser Tag unter einem schlechten Stern stehe. Lange bevor jemand von „Freitag dem 13.“ sprach, galt der Freitag also bereits als ungünstig.
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Nordische Mythen und die Dämonisierung alter Göttinnen

Eine weitere, oft zitierte Erklärung führt in vorchristliche Glaubenswelten des Nordens. Der Name „Freitag“ leitet sich von einer Göttin ab, die mit Liebe, Fruchtbarkeit und Ehe verbunden war. Mit der Ausbreitung des Christentums wurden solche heidnischen Figuren jedoch zunehmend verteufelt oder als gefährliche Zauberinnen umgedeutet.
In späteren volkstümlichen Erzählungen hieß es, diese Göttin treffe sich jeden Freitag mit elf weiteren Hexen und dem Teufel auf einem Berg – erneut eine Gruppe von dreizehn Gestalten. Solche Geschichten spiegeln weniger echte nordische Mythen wider als vielmehr die christliche Angst vor alten Kulten. Dennoch trugen sie dazu bei, den Freitag, Hexen und die Zahl 13 in der Vorstellung vieler Menschen enger miteinander zu verknüpfen.
Fazit: Wie aus getrennten Ideen ein moderner Aberglaube wurde
Weder der Freitag noch die Zahl 13 waren ursprünglich untrennbar mit Hexen verbunden. Erst durch die Überlagerung verschiedener Traditionen – christliche Symbolik, mittelalterlicher Volksglaube, Dämonisierung heidnischer Figuren und sensationslustige Erzählungen aus der Zeit der Hexenprozesse – entstand allmählich das Bild, das wir heute kennen. Auf Satanshimmel findest du alles, um dein Hexenwissen zu erweitern – von Geisterbeschwörung bis Hexenmagie. Mehr dazu in den Satanshimmel- Magiebüchern!






