Obwohl Hexerei keine zentralistisch organisierte Religion ist und daher keine universellen Dogmen kennt, haben sich innerhalb verschiedener Strömungen bestimmte ethische Regeln, metaphysische Prinzipien und symbolische Gesetze herausgebildet. Diese „Gesetze“ werden nicht im juristischen Sinne verstanden, sondern eher als spirituelle, energetische oder philosophische Richtlinien, die das magische Wirken strukturieren sollen.
Die wichtigsten davon – wie das Wicca-Gebot, das Dreifache Gesetz oder das Gesetz der Anziehung – prägen bis heute die Praxis vieler Hexen. Zugleich existieren ältere, aus dem Volksglauben stammende Regeln sowie moderne psychologische Interpretationen magischer Prinzipien.
Im Folgenden werden die bekanntesten dieser Hexen-Gesetze vorgestellt, erklärt und in ihren jeweiligen historischen oder spirituellen Kontext eingeordnet.
1. Das Wicca-Gebot („An’ it Harm None…“)

Eines der bekanntesten Prinzipien der modernen Hexerei stammt aus dem Wicca. Das Gebot lautet:
„An’ it harm none, do what ye will.“
(„Solange es niemandem schadet, tu was du willst.“)
Dieses ethische Grundprinzip entstand im 20. Jahrhundert im Rahmen der Wicca-Religion und wird häufig als moralische Leitlinie verstanden, die Hexen zu verantwortungsvollem Handeln anhalten soll. Sein Kern besteht aus zwei Aussagen:
- Handlungen – magische wie nicht-magische – sollten niemandem Schaden zufügen
- Innerhalb dieses Rahmens genießt man höchste Freiheit der Selbstentfaltung
Das Gebot ist nicht als starres Gesetz gedacht, sondern als ethische Orientierung, die die Folgen des eigenen Tuns reflektieren lässt. Viele Hexen interpretieren es individuell: Manche meiden jegliche Form manipulativer Magie – beispielsweise Liebeszauber, die eine Person gezielt beeinflussen –, während andere das Gebot situativer und pragmatischer anwenden.
Grundsätzlich steht das Wicca-Gebot für Achtsamkeit, Respekt vor dem freien Willen und Verantwortung, und es prägt bis heute große Teile der populären Hexerei.
2. Das Dreifache Gesetz

In engem Zusammenhang mit dem Wicca-Gebot steht das sogenannte Dreifache Gesetz. Es besagt vereinfacht, dass alles, was eine Hexe in die Welt gibt, in dreifacher Form zu ihr zurückkehrt – sei es Gutes oder Schlechtes.
Dieses Prinzip wird unterschiedlich interpretiert:
- Energetisch: Jede ausgesandte Energie kehrt verstärkt zurück
- Karmisch: Gute Taten führen zu positivem Karma, schlechte zu negativem
- Psychologisch: Das eigene Verhalten prägt die Wahrnehmung und Erfahrung der Welt
Historisch betrachtet stammt die formulierte Dreifach-Rückkehr aus frühen Wicca-Schriften, vor allem aus der „Rede der Göttin“, die Gerald Gardner und später Doreen Valiente geprägt haben. Je nach Tradition wird es jedoch sehr unterschiedlich verstanden.
Viele moderne Hexen betrachten das Dreifache Gesetz nicht als zwingende kosmische Tatsache, sondern als metaphorische Erinnerung, dass magisches Handeln Konsequenzen hat. Andere lehnen es ausdrücklich ab und betrachten es als zu moralistisch oder vereinfachend. Dennoch bleibt es eines der am weitesten bekannten „Gesetze“ der Hexerei in der populären Kultur.
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3. Das Gesetz des Freien Willens

Ein weiterer zentraler Gedanke vieler magischer Traditionen ist das Recht jedes Menschen auf freie Entscheidung. Dieses metaphysische Prinzip legt fest, dass Magie den freien Willen anderer nicht brechen soll.
Daraus ergeben sich einige gängige Regeln:
- Keine Liebeszauber auf spezifische Personen
- Keine Manipulation oder Zwangsmagie
- Keine Rituale, die gegen den Willen anderer wirken
Natürlich gibt es Traditionen – besonders in der traditionellen Hexerei und im Folk-Magic-Bereich –, die weniger restriktiv sind. In diesen Schulen wird Magie eher als Werkzeug verstanden, das moralisch neutral ist, und dessen Ethik vom Menschen abhängt. Dennoch erkennen viele Hexen den freien Willen als ein wichtiges Prinzip an.
In der Praxis fungiert dieses Gesetz als Grenzmarkierung dafür, wie weit eine Hexe Einfluss auf äußere Umstände nehmen sollte.
4. Das Gesetz der Anziehung

Obwohl ursprünglich nicht aus der Hexerei stammend, wurde das Gesetz der Anziehung in zahlreichen modernen magischen Traditionen integriert. Sein Kern lautet: Gleiche Energien ziehen einander an.
Gedanken, Gefühle und Intentionen wirken wie Magneten, die entsprechende Ereignisse, Menschen oder Situationen anziehen.
Viele Hexen nutzen dieses Prinzip bewusst:
- In Manifestationsritualen
- In Visualisierungstechniken
- In Sigillen-Magie
- In Mondritualen
Das Gesetz der Anziehung wird oft mit psychologischen Erkenntnissen verbunden – etwa der Selbstwirksamkeit und dem Einfluss fokussierter Aufmerksamkeit auf Wahrnehmung und Verhalten. In der Hexerei gilt es als grundlegende Mechanik magischen Wirkens: Die innere Ausrichtung bestimmt die äußere Realität.
5. Das Gesetz der Entsprechungen

Ein klassisches magisches Prinzip lautet: „Wie oben, so unten; wie unten, so oben.“
Dieses hermetische Gesetz stammt aus dem Kybalion und wurde stark in okkulte Systeme des 19. und 20. Jahrhunderts integriert.
Der Gedanke dahinter:
- Mikrokosmos (Individuum) entspricht dem Makrokosmos (Universum)
- Symbolische Handlungen auf einer Ebene können Wirkungen auf einer anderen Ebene haben
- Materielle Objekte tragen spirituelle Entsprechungen
Daraus entsteht das System der magischen Korrespondenzen, das Hexen in Ritualen verwenden, einschließlich Farben, Kräutern, Steinen, Planeten, Elementen und Wochentagen. Dieses Gesetz bildet die Grundlage für viele praktische Aspekte der Hexerei und erklärt, warum symbolische Ritualhandlungen als wirksam betrachtet werden.
6. Das Gesetz der Namen

In vielen magischen Traditionen hat der Name einer Sache besondere Macht, denn nach diesem Gesetz gilt: Wer den wahren Namen kennt, besitzt Einfluss über das Wesen oder die Energie dahinter. Dieses Prinzip findet sich in zahlreichen Kulturen wieder – von der keltischen Magie über die jüdische Mystik bis hin zu volkstümlichen Zaubertraditionen und literarischen Erzählungen wie der Geschichte von Rumpelstilzchen.
In der Hexerei spielt das Gesetz der Namen eine wichtige Rolle, etwa bei Beschwörungen, Schutzzaubern, in der Arbeit mit Gottheiten oder Geistern sowie bei der Wahl eines eigenen magischen Namens. Dieser gilt als Ausdruck des inneren Selbst und dient zugleich dem Schutz der wahren Identität. Insgesamt verdeutlicht das Gesetz der Namen die tiefgreifende symbolische und psychologische Macht der Sprache im magischen Kontext.
7. Das Gesetz der Anziehungskraft von Energie
Ein weiteres verbreitetes Prinzip lautet: Energie folgt Aufmerksamkeit. Damit ist gemeint, dass der Fokus des Bewusstseins Energie bündelt und in eine bestimmte Richtung lenkt. Viele Hexen interpretieren dieses Gesetz auf unterschiedliche Weise. So gilt etwa, dass Konzentration die Wirksamkeit von Ritualen verstärkt, während starke Emotionen den energetischen Wert eines Zaubers erhöhen können. Umgekehrt schwächt innere Zerstreuung die magische Wirkung. Dieses Prinzip bildet die Grundlage für zahlreiche Praktiken wie meditative Techniken, Visualisierungen und das sogenannte „Casting“, bei dem Energie bewusst gelenkt und ausgesandt wird.
8. Das Gesetz des Ausgleichs

In vielen Traditionen gilt die Vorstellung, dass das Universum nach Gleichgewicht strebt. Magische Handlungen können dieses Gleichgewicht stören, weshalb die Natur dazu tendiert, Ausgleich zu schaffen.
Daraus folgt:
- Magie sollte nicht übermäßig störend wirken
- Übergriffige Rituale bringen Ungleichgewicht
- Das eigene Leben muss stabil und geerdet sein, damit Magie effektiv wirkt
Dieses Gesetz ist besonders in naturverbundenen Hexenpfaden verbreitet, die Magie als harmonische Interaktion mit der Umgebung betrachten.
9. Die Volksregeln der traditionellen Hexerei

Neben den modernen okkulten Gesetzen existieren zahlreiche überlieferte volksmagische Regeln, die oft praktischer und weniger metaphysisch sind. Beispiele:
- Ein Zauber braucht ein persönliches Objekt, um Wirkung zu entfalten.
- Magie wirkt stärker bei zunehmendem Mond, Schwächungszauber bei abnehmendem.
- Es ist gefährlich, ein Ritual zu unterbrechen, bevor es abgeschlossen ist.
- Magische Werkzeuge gehören nur der Hexe selbst, nicht anderen.
Solche Regeln entstanden aus Jahrhunderten volkstümlicher Erfahrung, Aberglauben oder symbolischer Bedeutung. Viele moderne Hexen übernehmen sie weiterhin, andere sehen sie als kulturelle Kuriosa.
10. Das Gesetz des bewussten Willens

Magie beruht auf Intention, denn ohne klaren Willen gibt es keine Wirksamkeit. Eine Hexe muss daher wissen, was sie will, warum sie es will und welche Mittel sie dafür einsetzt. Unklare Absichten führen leicht zu schwacher oder widersprüchlicher Magie. Deshalb gehören Reflexion, klare Zielsetzung und Selbstkenntnis zu den wesentlichen Kernkompetenzen vieler magischer Pfade.
11. Das Gesetz der Verantwortung

Dieses Gesetz ergänzt das Wicca-Gebot und das Dreifache Gesetz: Jede Hexe trägt Verantwortung für die Energie, die sie erschafft oder freisetzt. Diese Verantwortung umfasst:
- Ethische Entscheidungen
- Bewahrung des Gleichgewichts
- Rücksicht auf die Konsequenzen
- Selbstverantwortung statt Schuldzuweisung
Viele Hexen formulieren es als Pflicht, bewusst zu handeln und aus Fehlern zu lernen, statt Magie als einfache Lösung für schwierige Situationen zu betrachten.
Fazit
Die Gesetze der Hexerei sind keine starren Regeln, sondern kulturelle, spirituelle und philosophische Modelle, die Hexen helfen, ihr Handeln zu strukturieren und zu reflektieren. Auf Satanshimmel findest du alles, um dein okkultes Wissen zu vergrößern – von Geisterbeschwörung bis Hexenmagie. Mehr dazu in den Satanshimmel- Magiebüchern!






